Quereinstieg in die Kita durch Weiterbildungsmöglichkeiten

Für Personen, die noch keine Ausbildung für den Kita-Bereich erworben haben, werden Weiterbildungsmöglichkeiten für einen Quereinstieg angeboten. Die verschiedenen Wege, sich für den Bereich Kita zu qualifizieren, haben wir für Sie kurz zusammengefasst.

Berufsbegleitende Weiterbildung für Absolventinnen und Absolventen der Universitäten und pädagogischen Hochschulen

Im Ergebnis eines mit Hilfe des Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützten Projekts wurde eine Weiterbildung auf dem Gebiet der Kindheitspädagogik auf Fachhochschulniveau entwickelt. Diese hat in der VwV Weiterbildung Kindheitspädagogik einen rechtlichen Rahmen erhalten. Zur Zielgruppe gehören in- und ausländische Hochschulabsolventinnen und -absolventen von Studiengängen aus der „Erziehungswissenschaft“ und „Pädagogik“, die sich für eine Tätigkeit im Bereich Kindertagesbetreuung interessieren. Die Qualifizierung dauert ein Jahr und findet berufsbegleitend, d. h. in Verbindung mit einer Tätigkeit in einer Kindertageseinrichtung statt. Die Weiterbildung wird von den privaten Anbietern Advent-Kindergarten-Institut und der DPFA-Akademie für Gesundheits- und Sozialwissenschaften durchgeführt. Die Teilnehmer/innen können gemäß SächsQualiVO in Kindertageseinrichtungen eingesetzt werden.

Weitere Informationen zur VwV Weiterbildung Kindheitspädagogik

Berufsbegleitende Qualifizierung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher/in

Arbeitslose oder Personen, die sich beruflich neu orientieren wollen, haben die Möglichkeit, an einer Fachschule berufsbegleitend die Ausbildung zur „Staatlich anerkannten Erzieherin“ bzw. „zum Staatlich anerkannten Erzieher“ zu absolvieren. Die Zulassung setzt einen Mittleren Schulabschluss und eine abgeschlossene erste Berufsausbildung voraus. Interessenten können sich beim Landesamt für Schule und Bildung (Referat Berufsbildende Schulen) beraten lassen.

Weitere Informationen zur Fachschule

Schulfremdenprüfung

Eine Zulassung zur „Schulfremdenprüfung“ ist an Zugangsvoraussetzungen geknüpft. Diese sind in § 35ff. der Verordnung über die Fachschule im Freistaat Sachsen (Schulordnung Fachschule FSO) definiert. Die Vorbereitung auf die Prüfung kann individuell oder im Rahmen eines Vorbereitungskurses erfolgen. Diese werden von Fachschulen und von freien Bildungsträgern angeboten und können ggf. von Agentur für Arbeit finanziert werden. Interessenten können sich bei der Landesamt für Schule und Bildung (Referat Berufsbildende Schulen) beraten lassen.

Berufsbegleitendes Fachhochschulstudium Soziale Arbeit oder Kindheitspädagogik

Potentielle Quereinsteiger mit Hochschulzugangsberechtigung können in Kombination mit einem berufsbegleitenden Bachelor-Studium der Sozialen Arbeit oder der Kindheitspädagogik an einer Fachhochschule ebenfalls in einer Kindertageseinrichtung tätig werden. Voraussetzung ist, dass den BA-Absolventen die Möglichkeit eröffnet ist, eine Anerkennung als staatlich anerkannte/r Sozialarbeiter/in oder staatlich anerkannter Kindheitspädagoge oder Kindheitspädagogin zu erhalten. Rechtsgrundlage ist das Sächsische Sozialanerkennungsgesetz (SächsSozAnerkG).

Personen mit ausländischen Abschlüssen

Um die Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund zu verbessern, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) 2005 das bundesweite Netzwerk „Integration durch Qualifizierung“ (IQ) ins Leben gerufen. Das Netzwerk hat in den letzten Jahren Instrumente, Handlungsempfehlungen sowie Beratungs- und Qualifizierungskonzepte entwickelt und erprobt. Dazu hat das BMAS 2011 gemeinsam mit  dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Bundesagentur für Arbeit (BA) das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ initiiert.

Auf nachfolgenden Webseiten können Personen mit ausländischen Abschlüssen weitere Informationen zur Anrechnung ihrer bisherigen Ausbildung einholen:

www.netzwerk-iq.de

www.anerkennung-in-deutschland.de

www.thejobofmylife.de

Letzte Aktualisierung: 14.06.2018