Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2018

Qualität in den Kitas verbessert sich weiter – Unterschiede zwischen den Ländern bleiben zum Teil bestehen

Die Qualität von Kitas hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Das zeigt der aktuelle Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme 2018 der Bertelsmann Stiftung. Messen lässt sich das unter anderem am Personalschlüssel. 2017 war eine Fachkraft rechnerisch für 4,3 ganztagsbetreute Kinder unter Drei zuständig, 2012 waren es noch 4,8. Auch bei den Kindern ab drei Jahren verbesserte sich der Schlüssel: 2017 kümmerte sich eine Fachkraft um 9,1 Kinder, 2012 um 9,8 Kinder.

Ein weiterer Indikator für Qualität in Kitas ist die Zeit, die Kita-Leitungen für ihre Aufgaben haben – dazu zählt zum Beispiel pädagogische Konzepte entwickeln oder neue Fachkräfte einstellen. 2017 gaben 11 Prozent der Kitas an, keine Zeit für Leitungsaufgaben zu haben, 2014 waren es noch rund 17 Prozent.

Trotz der insgesamt positiven Entwicklung in den vergangenen Jahren gibt es weiterhin Qualitätsunterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern. Besonders groß sind die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland beim Personalschlüssel. 2017 kamen im Osten 6,0 Kinder unter Drei rechnerisch auf eine Fachkraft, im Westen waren es 3,6 Kinder. Ähnlich verhält es sich bei den über Dreijährigen. Diesen unterschiedlichen Ausgangslagen in den Ländern soll mit dem geplanten Gute KiTa-Gesetz Rechnung getragen werden: Die Länder sollen aus verschieden Handlungsfeldern Maßnahmen auswählen, um zielgerichtet nach ihren Entwicklungsbedarfen die Weiterentwicklung der Qualität der Kindertagesbetreuung im Land voranzutreiben.

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Letzte Aktualisierung: 03.09.2018