Untersuchung der Mundgesundheit von Mädchen und Jungen

Die Zahnerkrankungen bei Kindern in Sachsen gehen weiter zurück. Das zeigen die Ergebnisse der jüngsten bundesweiten epidemiologischen Begleituntersuchung zur Gruppenprophylaxe der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege, die die Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V. vorstellt.

Die Auswertung ergab für Sachsen hervorragende Werte der Mundgesundheit von Mädchen und Jungen. So haben 6/7-Jährige heute im Durchschnitt 1,89 nicht mehr gesunde Milchzähne, im Jahr 2004 lag dieser Wert noch bei über zwei erkrankten Milchzähnen. Waren im Jahr 2004 bei nur 45 Prozent der Schulanfänger alle Zähne gesund, wiesen in der aktuellen Studie schon über 50 Prozent kariesfreie Gebisse auf.

Noch besser sehen die Ergebnisse bei den 12-Jährigen aus. In dieser Altersgruppe erhöhte sich der Anteil von Kindern mit naturgesunden Gebissen seit 2004 um 12 Prozent auf jetzt 72 Prozent. Durchschnittlich sind jetzt 0,65 bleibende Zähne kariös, gefüllt oder wegen Karies gezogen. Im Jahr 2004 hatten die 12-Jährigen noch mehr als einen erkrankten bleibenden Zahn im Mund.

uch in der Gruppe der 15-Jahrigen gab es eine positive Entwicklung. Der Anteil der 15-Jährigen ohne Karieserfahrung stieg von 39,6 Prozent im Jahr 2004 auf 53,8 Prozent in der aktuellen Studie.

Die sehr guten Ergebnisse sind auch ein Resultat der gelungenen Kooperation der in der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V. zusammengeschlossenen Partner. Zahnärzteschaft, Öffentlicher Gesundheitsdienst, gesetzliche Krankenkassen und der Freistaat Sachsen setzen nach einem gemeinsamen Präventionskonzept die Mundgesundheitserziehung mit den Themen Mundhygiene, Zahnarztbesuch, Ernährung und Fluoridierung (zahnmedizinische Gruppenprophylaxe) in über 2100 Kindergärten und 1450 Schulen um.

Die Studie zur Zahngesundheit wird regelmäßig an repräsentativen Stichproben in den Altersgruppen der 6/7-Jährigen, der 12- und 15-Jährigen durchgeführt und von der Universität Marburg wissenschaftlich begleitet. Für die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Erhebung von 2009 waren in Sachsen 2.705 Erstklässler, 1.528 Zwölfjährige und 906 15-jährige durch 20 ausgewählte Jugendzahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes untersucht worden.

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Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege des Freistaates Sachsen e.V.
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Letzte Aktualisierung: 17.05.2018