Sachsen unterstützt Angebot von Bio-Obst und Biomilch in Kitas und Schulen

Um Mehrkosten auszugleichen, fördert Sachsen im EU-Schulprogramm künftig neben dem Angebot von konventionell erzeugtem Obst und Gemüse sowie konventionell erzeugter Milch auch Aufschläge für ökologisch erzeugte Produkte. Diese Unterstützung mit Landesmitteln beschloss Sachsens Kabinett am 24. August 2021. Zudem stockt der Freistaat die Unterstützung ergänzend für weitere Kindereinrichtungen auf, um auf den Rückgang der EU-Mittel zu reagieren und die Reichweite des Programms beizubehalten. Sachsen plant hierfür derzeit gut 750.000 Euro pro Jahr ein.

Den Programmteil "Obst und Gemüse" können ausschließlich Grund- und Förderschulen nutzen. Der Programmteil "Milch" steht darüber hinaus Kinderkrippen und Kindergärten offen. Pro Woche können zwei Portionen frisches Obst und Gemüse beziehungsweise Trinkmilch verteilt werden.

Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Wolfram Günther hob aus diesem Anlass hervor: "Wir haben uns vorgenommen, den Absatz von Bio-Produkten zu stärken – auch in der Gemeinschaftsverpflegung, in Kitas und Schulen. Mit der Förderung von Mehrkosten schaffen wir jetzt die Basis, damit Kitas und Schulen im EU-Schulprogramm ökologisch erzeugtes Obst und Gemüse sowie Öko-Milch gleichwertig und kostendeckend anbieten können. Gleichzeitig kommen wir der gestiegenen Nachfrage nach und entsprechen dem Wunsch vieler Eltern sowie vieler Kitas und Schulen. Mit der regelmäßigen Teilnahme am EU-Schulprogramm tragen Schulen, Krippen und Kitas einen Teil zu einer gesunden Ernährung der Kinder bei. Kleine Mahlzeiten zwischendurch sind auch im Schul- und Kitaalltag wichtig. Und wenn dann noch Ökoprodukte auf den Tisch kommen, nützt das auch dem Grundwasser, dem Boden, der Artenvielfalt und dem Klima."

Mit den beiden neuen Förderschwerpunkten "Aufschlag Milch für ökologisch erzeugte Produkte" und "Aufschlag Obst und Gemüse für ökologisch erzeugte Produkte" ergänzt Sachsen die bestehende Richtlinie.

Zudem ist das EU-weite Gesamtbudget für das Schulprogramm auf Grund des EU-Austritts Großbritanniens von 250 Millionen auf rund 220 Millionen Euro gesunken. Daher profitiert Sachsen künftig deutlich weniger von der Umverteilung der von anderen Mitgliedsstaaten nicht in Anspruch genommenen Mittel. Mit der ergänzenden Förderung soll die Reichweite des EU-Schulprogramms in Sachsen erhalten bleiben und der Rückgang der EU-Mittel durch Landesmittel kompensiert werden. (Quelle: Medienservice Sachsen, 24. August 2021)

Weitere Informationen zum EU-Schulprogramm für Obst, Gemüse und Milch finden Sie hier.

Letzte Aktualisierung: 25.08.2021