Mehr Erzieher für Sachsen - Freistaat fördert Umschulung

Das Kabinett hat am 30. Juni die Förderrichtlinie "Erzieherumschulung" verabschiedet. Damit wird die dreijährige Umschulung zum Erzieher an Fachschulen ab dem Schuljahr 2020/2021 mit Landesmitteln unterstützt. Insgesamt stehen dafür 5,25 Millionen Euro zur Verfügung.

Antragsteller und Zuwendungsempfänger sind öffentliche und freie Träger von Fachschulen mit dem Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik. Sie reichen die Mittel dann an die Umschüler weiter.

Gefördert werden kann in den ersten beiden Umschulungsjahren Coaching und Beratungen der Teilnehmer sowie Verwaltungsausgaben des Schulträgers. Im dritten Jahr (betrifft dann das Schuljahr 2022/2023) gibt es Geld für die Sicherung des Lebensunterhaltes, die freiwillige Kranken- und Pflegeversicherung, das Schulgeld, die Fahrtkosten, für begleitendes Coaching und Beratung, Personalausgaben für Stützunterricht und Verwaltungsausgaben des Schulträgers.

Interessenten an einer Umschulung zum/r staatlich anerkannten Erzieher/in ab dem Schuljahr 2020/2021 können sich an die regionalen Ämter der Bundesagentur für Arbeit bzw. an die Jobcenter wenden, da diese über die Vergabe der Bildungsgutscheine entscheiden.

Alle anderen Bewerber für das neue Schuljahr können sich direkt an eine Fachschule mit dem Fachbereich Sozialwesen, Fachrichtung Sozialpädagogik wenden. Insbesondere Absolventen der Fachoberschulen, Fachrichtung Gesundheit und Soziales können sich ab dem neuen Schuljahr direkt für die Erzieherausbildung bewerben. Viele Fachschulen bieten die Erzieherausbildung sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit an, d. h. "berufsbegleitend" in Verbindung mit einem Teilzeitarbeitsverhältnis bei einem Kita-Träger.

Pressemitteilung des Kultusministeriums im Volltext

Letzte Aktualisierung: 30.06.2020