Gute-Kita-Vertrag zwischen Sachsen und dem Bund unterzeichnet

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Kultusminister Christian Piwarz haben am 13. Juni in Dresden den Bund-Länder-Vertrag zur Umsetzung des Gute-Kita-Gesetzes in Sachsen unterzeichnet. In den Jahren 2019 bis 2022 unterstützt der Bund Sachsen mit 269 Millionen Euro für die Förderung der Kindertagesbetreuung.

In den Jahren 2019 und 2020 werden den Kommunen rund 97 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel (Bund: 73 Millionen Euro und Land: 24 Millionen Euro) zur Finanzierung der Vor- und Nachbereitungszeit bereitgestellt. Über die Verwendung der Mittel in den Jahren 2021 und 2022 (je 98 Millionen Euro vom Bund) wird im nächsten Doppelhaushalt entschieden.

Folgende Maßnahmen sollen in Sachsen 2019/20 umgesetzt werden:

  • Guter Betreuungsschlüssel: finanziert werden mittelbare pädagogische Tätigkeiten. Pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen soll ab einem Beschäftigungsumfang von 22 Stunden in der Woche mindestens eine Stunde für mittelbare pädagogische Tätigkeiten zur Verfügung stehen, ab einem Beschäftigungsumfang von 34 Stunden je Woche mindestens zwei Stunden.
  • Starke Kindertagespflege: auch in der Kindertagespflege fallen mittelbare pädagogische Tätigkeiten an. Daher sollen auch Kindertagespflegepersonen je aufgenommenes Kind eine halbe Stunde wöchentlich für mittelbare pädagogische Tätigkeit finanziert werden.

Alle Mittel aus dem Gute-KiTa-Gesetz fließen zu 100 Prozent in die Qualität der Kindertagesbetreuung und Kindertagespflege. Ausgezahlt werden die zusätzlichen Bundes- und Landesmittel über eine Erhöhung des Landeszuschusses je Kind an die Gemeinden.

Das Gute-Kita-Gesetz sowie den Bund-Länder-Vertrag mit Anhang und Anlagen finden Sie hier im Volltext zum Download.

Letzte Aktualisierung: 17.06.2019