Migration

Kindertageseinrichtungen sind Orte, die von Kindern aus allen Bevölkerungsgruppen in Anspruch genommen werden. Damit haben sie eine besondere Bedeutung als Orte der Anbahnung von Kontakten und der Entwicklung sozialer Netzwerke.

Dies gilt auch und besonders für Familien mit Migrationshintergrund. Die Kindertageseinrichtung ist die erste Bildungsinstitution, die von Kindern in Anspruch genommen wird und die zum Abbau von Bildungsbenachteiligung  aufgrund ihrer sozialen Herkunft beitragen kann. Der Sächsischer Bildungsplan ist verbindliche Grundlage für die pädagogische Arbeit in den Einrichtungen. Er geht davon aus, dass jedes Kind einmalig und somit besonders ist, bestimmte Bedürfnisse hat, die eine individuelle Förderung der jeweiligen Identität notwendig machen. 

Charakteristisch für den frühkindlichen Spracherwerb ist, dass er beiläufig erfolgt und untrennbar mit alltäglichen Aktivitäten verknüpft ist. Damit Kinder mit einer nichtdeutschen Familiensprache den Austausch mit Kindern in deutscher Sprache praktizieren können, werden sie in Gruppen aufgenommen, in denen die Mehrzahl zu Hause Deutsch sprechen.

Um die Sprachkompetenz der Erzieher/innen auszubauen und sie zu  "Sprachvorbildern" werden zu lassen, fördert der Freistaat Sachsen ein Landesmodellprojekt "Sprache fördern". Des Weiteren wird ein Projekt der Stadt Leipzig "Maßnahmen zur Verstärkung der Integration von Kindern mit Migrationshintergrund" finanziell unterstützt. 


Rechtliche Rahmenbedingungen:

Nationaler Integrationsplan
Orientierungsrahmen Mehrsprachigkeit


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Ein Projekt des Medienkulturzentrum Dresden e.V. - Fachlich und finanziell unterstützt durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus und Sport, das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz - Sächsisches Landesjugendamt und den Kommunalen Sozialverband Sachsen