Konsultationseinrichtungen – ein Unterstützungssystem für die pädagogische Praxis von Kindertageseinrichtungen, Phase 1
Der Bildungsplan liegt seit 2006 in seiner Endfassung vor und bildet die Arbeitsgrundlage für die pädagogische Arbeit der Kindertageseinrichtungen in Sachsen. Der Bildungsplan knüpft an neue Erkenntnisse der frühkindlichen Forschung an und wendet sich an die pädagogischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in den Kindertageseinrichtungen mit dem Ziel, ihre Professionalität bei der Initiierung, Begleitung, Beobachtung und Dokumentation von Bildungsprozessen bei Kindern zu stärken. Die Praxis zeigt, dass für die Umsetzung dieser Zielstellung ein erhöhter Unterstützungsbedarf auf der Handlungsebene erforderlich ist. Neben der Qualifizierung der Fachkräfte ist insbesondere ein beraterischer Bedarf zu verzeichnen, der durch die derzeitigen Fachberatungskapazitäten nicht abgedeckt werden kann.
Innerhalb des Projektes wurde ein Film "Bildungsort Kita" erstellt, der die Veränderungen beschreibt, die durch den Sächsischen Bildungsplan ausgelöst wurden. Er dokumentiert die Entwicklung des Bildungsverständnisses der vergangenen Jahre und stellt dar, wie sich dies auf die Praxis auswirken kann. Die Szenen des Filmes stammen größtenteils aus den Konsultationskitas.
Im Zusammenhang mit den Konsultationen wurde ein Werkbuch "Ideen in Bildern" erstellt. Entsprechend des Prinzips der Konsultationskitas, dass man eine neue Praxis auch sehen muss, werden hier Bilder aus den Konsultationskitas vorgestellt, die anregen sollen, die Gestaltung der eigenen Kita zu überdenken. Auch dies soll helfen, die Anliegen des Bildungsplans besser in die Praxis zu überführen.
Ausgehend von den in § 2 SächsKitaG formulierten Zielstellungen ist es Anliegen des Modellprojektes, praxisnahe Beratungsangebote in Form von Konsultationseinrichtungen als Bestandteil eines notwendigen Unterstützungssystems anzubieten. In den Konsultationseinrichtungen soll die Möglichkeit bestehen, eine am Sächsischen Bildungsplan orientierte Praxis konkret zu erleben, aus den vorhandenen Erfahrungen zu lernen und Probleme bei der Umgestaltung der eigenen Praxis zu besprechen.
Die Projektleitung wurde:
inform - Fortbildung und Beratung in der Jugendhilfe, ein Institut des Outlaw e.V., einem Träger der freien Jugendhilfe in Dresden, übertragen.
Die fachliche Begleitung übernehmen:
Dr. Barbara Wolf und Jana Juhran (Bildungsreferentin, Projektleiterin)
Die Projektleitung trägt die Verantwortung für die fachliche Führung und Präsentation des Projektes. Die Projektleitung wird die Konsultationseinrichtungen darin unterstützen, eine qualitativ hochwertige pädagogische Arbeit zu leisten, Besucher in anregender Weise in die eigene Arbeit einzuführen und deren Fragen angemessen aufzugreifen. Sie steht den Einrichtungen für alle Fragestellungen der fachlichen Weiterentwicklung als Konsultationseinrichtung zur Verfügung und arbeitet eng mit der jeweils zuständigen Fachberatung zusammen.
Als Konsultationseinrichtungen im Rahmen dieses Modellprojektes wurden Kindertageseinrichtungen ausgewählt, die bereits in einem Bundes- oder Landesmodellprojekt oder einem innovativen Projekt mit landesweiter Bedeutung im Zusammenhang mit dem Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen eingebunden waren. Sie haben sich bereits mit dem Sächsischen Bildungsplans auseinandergesetzt und verstehen ihn als eine realistische Arbeitsgrundlage für ihre pädagogische Arbeit. Durch bereits regelmäßigen Kontakt zu einer Fachberatung und durch die Anwendung eines Qualitätsmanagementsystems evaluieren sie ihre Arbeit. Die Konsultationseinrichtungen sind Ansprechpartner für Kindertageseinrichtungen sowie deren Träger, Fachberater und Fachberaterinnen, Eltern sowie andere Interessierte. Die besondere Aufgabe besteht darin, unter Darstellung der eigenen Praxis erworbenes Fachwissen multiplikatorisch zur Verfügung zu stellen und damit pädagogischen Fachkräften anderer Kindertageseinrichtungen Unterstützung für die eigene Arbeit zu geben. Für die Einrichtungen ist die fachliche Auseinandersetzung mit der eigenen Arbeit und der Austausch mit anderen Fachkräften eine sehr wichtige Größe im Projektprozess.
Als Konsultationseinrichtungen waren im Rahmen des Projektes tätig:
Kindertagesstätte „Buntspecht“ ,
Jugendamt der Stadt Leipzig
Kunzestraße 4 – 6
04249 Leipzig
Kinderhaus „Groß und Klein – GUK“ Leipzig,
FRÖBEL Leipzig gGmbH
Neue Leipziger Straße 39
04205 Leipzig
Freier Kindergarten e.V. Leipzig
Lobstädter Straße 14
04279 Leipzig
Kinderhaus Leubnitz e.V. Dresden
Karl-Laux-Straße 1/3
01219 Dresden
Evangelischer Kindergarten „Regenbogen“
Stadtmission Chemnitz e.V.
Rembrandtstraße 13 c
09111 Chemnitz
Integratives Kinderhaus „Pfiffikus“ Zwickau,
AWO-RV Südwestsachsen e.V.
Havemannstraße 13
08062 Zwickau
Integrative Kindertageseinrichtung „Knirpsenland“ Pirna,
AWO Kinder- und Jugendhilfe gGmbH
Boleslawiecer Str. 1
01796 Pirna
Christliche Kindertageseinrichtung „Pusteblume“ Frankenberg,
Ev.-Luth. St. Aegidien Kirchgemeinde
Badstraße 4 a
09669 Frankenberg
Sörnewitzer Kinderwelt e.V. Coswig
Försterstraße 7
01640 Coswig
Kindervilla „Pusteblume“ Lößnitz,
„mit Kind“ – Familieninitiative Lößnitz e.V.
Siedlerweg 10
08294 Lößnitz
Kindertageseinrichtung Bad Muskau,
Turmvilla e.V.
Schützenstraße 4
02953 Bad Muskau
Laufzeit des Projekts:
- Phase I: 01.09.2006 bis 31.08.2009
- Phase II: 01.09.2009 bis 31.08.2012
Die erste Phase ist bereits abgeschlossen: Abschlußbericht
Aktuelle Informationen:
können Sie auf der Internetseite des Instituts inform unter www.institut-inform.de abrufen.
Projektleitung
Dr. Barbara Wolf, Projektleiterin, Bildungsreferentin
Jana Juhran, Projektleiterin
Kontakt Inform:
Klarastraße 1
01097 Dresden
Tel.: 03 51 - 8 59 03 01
Fax: 03 51 - 8 59 03 02
Mail: info@institut-inform.de
